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Andlau, Joseph Augustin von (1760-1803)

Geboren am 28. August 1760 in Pruntrut und am folgenden Tag getauft. Gestorben am 17. Dezember 1803 in Freiburg i. Br. Ältester Sohn von Franz Carl von Andlau und Balbina von Staal. Elf Geschwister, darunter Simon Johann Baptist, Philipp Hartmann Maria, Conrad Carl Friedrich und Xaveria Eleonora Conradina von A. Neffe des Domherrn Philipp Franz Hartmann von A. Ledig. Katholisch.
1772 bis 1778 Besuch des ehemaligen Jesuitenkollegiums in Pruntrut und Dienst als Page des Fürstbischofs. 1778 bis 1782 Studium am Collegium Germanicum et Hungaricum in Rom, das er als Doktor der Theologie abschliesst. Am 9. September 1783 erfolgt die Aufschwörung beim Basler Domkapitel in Arlesheim, am 12. September 1786 ' nach Ablauf der drei vorgeschriebenen Karenzjahre ' die definitive Aufnahme als Kapitular. Schon seit dem 7. Dezember 1773 hatte A. ein Kanonikat im Kollegiatsstift Münster-Granfelden (Moutier-Grandval) inne, ohne jedoch jemals in der dortigen Abtei gelebt zu haben.
Im Dezember 1792 wird A. zusammen mit allen anderen Domherren unter Hausarrest gestellt. Am 27. Dezember 1792 flüchtet er in die Schweiz und lebt mehrere Jahre zusammen mit seiner Mutter Balbina und einigen Geschwistern in Hägendorf bei Olten. Später folgt er seiner Familie und dem Domkapitel nach Freiburg i. Br.

Vanja Hug, 18/05/2011
Übersetzung: Vanja Hug, 30/06/2011

Bibliografie

Vanja Hug, Die Eremitage in Arlesheim ' ein Englisch-Chinesischer Landschaftsgarten der Spätaufklärung, Bd. 1, Worms, 2008, S. 69-70
Catherine Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678 - 1803), Basel, 1983, S. 177-178