Veillon, Auguste (1833-1898)

Fabrikant und Gründer der Schappe Grellingen. Geboren am 12. Januar 1833 in Aigle (VD). Gestorben am 12. Februar 1898. Sohn des Frédéric Veillon und der Rosalie, geb. Dubochet. Aufgewachsen im Waadtland (mit Auslandaufenthalten). 1851/1852 ging V. als junger Mann nach Arlesheim, vermutlich in der Absicht, eine Mühle zu übernehmen, die aber kurz vor seiner Ankunft abgebrannt war. Daraufhin trat er 1853 in die Florettseidenspinnerei J.S. Alioth & Cie. in Arlesheim ein und bekleidete dort später den Direktorenposten. 1863 gründete V. sein eigenes Unternehmen zusammen mit den Geschäftspartnern Rudolf Miville und Charles Socin. Die Firma Veillon Miville & Cie. mit Sitz in Basel erbaute in Grellingen eine neue Fabrikanlage mit modernster Infrastruktur zur Herstellung von Schappe. V. führte den Betrieb bis 1872 erfolgreich. 1873 schloss die Schappe sich mit anderen Betrieben in der Region zur Chancel Veillon Alioth & Cie. zusammen. V. wurde oberster Leiter des neuen Unternehmens. Aus der Liquidation dieser Firma ging am 1. Januar 1882 die  «Industriegesellschaft für Schappe» hervor, die zu einem multinationalen Grossunternehmen heranwuchs. V. wurde Delegierter des Verwaltungsrats und blieb in dieser Funktion bis 1888 tätig. Sein Austritt erfolgte nachdem sein Vorschlag einer Fusion mit der Société Anonyme de Filatures de Schappe in Lyon nicht durchgekommen war. Ab 1892 arbeitete V. für dieses Unternehmen in Lyon.

Kiki Lutz, 26/11/2012
Letzte Aktualisierung: 8/05/2013

Bibliografie

F. Mangold und H.F. Sarasin, Industriegesellschaft für Schappe. Entstehung und Entwicklung, Basel 1924, S. 211-212; 352-353
Alban Müller, Die Entwicklung der Industrien im unteren Birstal mit besonderer Berücksichtigung des Standortes, Dissertation Universität Basel, Laufen 1940, S. 69