Pfirt zu Zillisheim, Johann Konrad Rudolf (1659-1709)

Geboren am 30. November 1659 in Zillisheim. Gestorben am 28. Dezember 1709 in Arlesheim. Sohn des Philipp Jakob P., Hauptmann der 'Milice d'Alsace', und der Maria Anna von Schönau. Neffe von Franz Rudolf von Schönau. Onkel des späteren Fürstbischofs Jakob Sigismund Anton Joseph von Reinach-Steinbrunn und von Philipp Jakob Sebastian von Pfirt. Katholisch.
Sein Studium absolvierte P. von 1675 bis 1680 am Collegium Germanicum et Hungaricum in Rom. Schon am 20. September 1675 hatte er die erste Tonsur und die vier niederen Weihen erhalten. Am 19. September 1682 wurde er zum Subdiakon geweiht. Am 23. März 1697 erfolgte die Weihe zum Diakon und am 31. Mai des gleichen Jahres diejenige zum Priester.
Am 3. September 1682 verlieh ihm der Basler Fürstbischof die Freie Präbende beim Kollegiatstift Saint-Ursanne. Fast zwanzig Jahre später, am 23. Mai 1702, wählte dieses Kapitel ihn zum Propst. Den dazu nötigen Eid legte P. am 8. November 1702 ab. Mit dieser Würde war auch das Archidiakonat für den Erguel verbunden. P. residierte jedoch nicht in Saint-Ursanne, sondern in Arlesheim.
Nach dem Tod von Johann Dietrich Nagel von der Altenschönenstein wurde P. am 22. Dezember 1683 zur Aufschwörung beim Basler Domkapitel zugelassen. Nach Ablauf der drei Karenzjahre wurde er am 23. Dezember 1686 Kapitular. Am 1. Juli 1698 ernannte ihn der Fürstbischof zum Archidiakon. Am 3. August 1703 erreichte P. durch die Wahl zum Dompropst die höchste Würde im Domkapitel. Die päpstliche Konfirmation dieser Wahl wurde am 31. August 1703 ausgestellt. P. stand dem Basler Domkapitel bis zum 28. Dezember 1709 vor.

Vanja Hug, 23/08/2011

Bibliografie

Catherine Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678 - 1803), Basel, 1983, S. 251-252