Reich von Reichenstein, Franz Jakob Heinrich (1666-1710)

Geboren 1666. Gestorben am 25. Juli 1710 in Arlesheim. Sohn des Johann Rudolf II. R. und der Maria Anna Barbara von Eptingen-Waldighofen. Cousin von Beat Hartmann Anton Ignaz und Johann Jakob Christoph Blarer von Wartensee. Katholisch.
Ab 1681 war R. Schüler des Jesuitenkollegiums in Pruntrut. Von 1686 bis 1690 lebte er in Rom und setzte seine Studien am Collegium Germanicum et Hungaricum fort. Er musste das Collegium jedoch verlassen, weil er sich nicht an die dort geltenden Hausregeln hielt.
Vor seiner Abreise nach Rom hatte er am 7. Juni 1686 die erste Tonsur empfangen. Am 15. Dezember 1690 wurde er Diakon, und am 6. Juni 1691 erfolgte die Priesterweihe. Schon am 20. Juni 1690 hatte die Aufschwörung beim Basler Domkapitel stattgefunden. Nach Ablauf der drei Karenzjahre wurde R. am 23. Juni 1693 als Kapitular mit Sitz und Stimme im Domkapitel aufgenommen. 1694 wurde er vom Fürstbischof als Propst von Istein konfirmiert, und nochmals einige Jahre später, am 29. Dezember 1697, investierte ihn der Basler Generalvikar als Pfarrherrn von Gildweiler und Balschweiler. Am 2. September 1704 erfolgte die Wahl zum Scholaster des Domkapitels. Im September 1709 erlitt R. einen Schlaganfall. Aus diesem Grund beschloss das Domkapitel im Dezember 1709, ihm einen Ökonomen zur Seite zu stellen, um die krankheitsbedingt vernachlässigte Haushaltung wieder in Ordnung zu bringen. Die Oberaufsicht über die Haushaltung wurde Frau von Reichenstein übertragen.

Vanja Hug, 17/08/2011
Letzte Aktualisierung: 18/08/2011

Bibliografie

Catherine Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678 - 1803), Basel, 1983, S. 259-260