Rinck von Baldenstein, Konrad Anton Sebastian (1710-1789)

Geboren am 27. November 1710 in Delsberg. Gestorben am 4. Januar 1789 in Arlesheim. Sohn des Joseph Wilhelm R., Obervogt in den Freibergen, und der Maria Claudia Antonia von Ramschwag. Bruder von Georg Joseph Wilhelm Aloys, Johann Franz Humbert und Luzius Xaver R. sowie Maria Franziska von Schauenburg. Onkel von Franz Sales Konrad Fidel und Joseph Wilhelm Fidel R., Ferdinand Franz Hamann Fidel von Montjoye und Johann Heinrich Hermann von Ligerz. Katholisch.
Seine Schulzeit verbrachte R. als Page des Fürstbischofs in Pruntrut, wo er das Jesuitenkollegium besuchte. Am 21. Mai 1728 erhielt er die Tonsur und die vier niederen Weihen. Von 1729 bis 1735 ging er in Rom am Collegium Germanicum et Hungaricum weiteren Studien nach. In Rom erhielt er auch die Priesterweihe. Am 25. November 1738 wurde R. Domizellar des Domkapitels Worms, verzichtete aber schon 1740 auf dieses Kanonikat zugunsten seines Cousins Johann Konrad Ignaz von Ramschwag. Am 20. Dezember 1740 wurde er zur Aufschwörung beim Basler Domkapitel zugelassen. Die kapitularische Aufnahme erfolgte nach Ablauf der vorgeschriebenen drei Karenzjahre am 7. Januar 1744. Am 23. Juli 1750 wurde er Kustos. Am 3. April 1756 stieg er zur Würde des Archidiakons auf. 1758 wurde R. zusammen mit Franz Christian von Eberstein zur Beilegung der Neuenstädtischen Angelegenheit vom Fürstbischof, seinem Bruder, an die Bieler Konferenz abgesandt. Am 13. November 1759 wurde er Propst und hatte somit die höchste Prälatur im Domkapitel inne. Am 7. Mai 1761 investierte ihn der Fürstbischof auf das Rektorat der Abtei Masmünster (Masevaux).
Bis zum 31. August 1785 verwaltete R. die Propstei selbst, dann trat er die Administration aus Altersgründen dem Domkapitel gegen eine jährliche Pension ab. Ende 1788 übersiedelte er in das Haus seines einen Neffen Joseph Wilhelm Fidel und trat von seinem Kanonikat zugunsten seines anderen Neffen Franz Sales Konrad Fidel R. zurück.

Vanja Hug, 1/09/2011

Bibliografie

Catherine Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678 - 1803), Basel, 1983, S. 278-280