Alioth, Daniel August (1816-1889)

Bürger von Biel, Basel und Ehrenbürger von Arlesheim (1854). Geboren am 15. November 1816 in Guebwiller (F). Gestorben am 24. Januar 1889 in Arlesheim. Sohn des Johann Sigmund Alioth, Gründer der Schappe Arlesheim, und der Chrischona Hornung aus Mühlhausen. Heirat: 1840 mit Maria Falkner von Basel. Konfession: ref.
Ausbildung zum Kaufmann, zeitweise in Lyon. Am 29. August 1838 wurde A. Teilhaber der Firma seines Vaters (J.S. Alioth & Co.). Im Sonderbundskrieg von 1847 diente er als Generalstabsoffizier (1863 eidgenössischer Oberst). Nach dem Tod seines Vaters übernahm A. 1850 zusammen mit seinem Bruder und Schwager die Schappe Arlesheim und wurde 1851 schliesslich (abgesehen von seiner Mutter) alleiniger Eigentümer und Hauptleiter des Betriebs. Er führte das Unternehmen erfolgreich weiter bis 1873. Nach der Fusion mit Chancel, Veillon, Alioth & Co. überliess er die Führung Auguste Veillon und trat 1881 ganz aus der Firma aus.
A. war ausserdem Mitbegründer und Verwaltungsrat der Basellandschaftlichen Hypothekenbank (1849) und der Basler Versicherungsgesellschaft gegen Feuerschaden (1863). Er sass viele Jahre im Gemeinderat von Arlesheim und 1851-1855 im Landrat des Kantons Basel-Landschaft. Als Stifter der ersten reformierten Kapelle in Arlesheim (auf seinem Privatgrund) betätigte er sich auch als Förderer der dortigen reformierten Gemeinde.

Kiki Lutz, 21/12/2012

Bibliografie

Biolex, Personenlexikon des Kantons Basel-Landschaft  (Stand 05.12.2012): http://www.baselland.ch/ALIOTH_Daniel-August-htm.290534.0.html
Kaspar Birkhäuser, «Alioth, Daniel August», in Historisches Lexikon der Schweiz [Online-Version], Stand vom 05.12.2012: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23248.php
Eleonore Hänggi, «Arlesheimer Persönlichkeiten», in Heimatkunde Arlesheim, Arlesheim 1993, S. 191
F. Mangold und H.F. Sarasin, Industriegesellschaft für Schappe. Entstehung und Entwicklung, Basel 1924, S. 205, 209-21