Blarer von Wartensee, Johann Baptist Franz Rudolf Konrad (1702-1790)

Geboren am 18. März 1702. Gestorben am 5. September 1790 in Arlesheim. Sohn des Franz Konrad B., fürstbischöflicher Rat und Vogt zu Pfeffingen, und der Maria Susanne von Roggenbach. Bruder von Franz Ignaz B. Neffe von Beat Hartmann Anton Ignaz und Johann Jakob Christoph B. sowie von Beat Franz Ludwig und Johann Baptist Heinrich Franz von Roggenbach. Cousin von Franz Konrad von Hagenbach und Franz Jakob Benedikt von Andlau-Homburg. Onkel von Franz Sigismund Maria Konrad Joseph B. und Franz Konrad Ignaz Maria Joseph Alexius von Roggenbach. Katholisch.
Von 1720 bis 1725 hielt er sich am Collegium Germanicum et Hungaricum in Rom auf. Am 24. August 1724 erhielt er die erste Tonsur und die vier niederen Weihen. Bei seiner Abreise von Rom war er Subdiakon. Am 6. April 1726 wurde er Diakon, und am 20. April 1726 erhielt er die Priesterweihe.
Zunächst wurde B. Mitglied des Domkapitels von Worms. Die Aufschwörung erfolgte am 3. Juli 1724. Am 18. April 1735 wurde B. Kapitular in Worms.
Schon während der Krankheit seines Onkels Johann Jakob Christoph B. versuchte er, diesen dazu zu bewegen, zu seinen Gunsten auf das Kanonikat beim Basler Domkapitel zu verzichten. Als sein Cousin Franz Konrad von Hagenbach starb, bewarb sich B. erneut um das freigewordene Kanonikat. Bei einem weiteren Versuch hatte er endlich Erfolg und wurde am 22. November 1735 zur Aufschwörung beim Basler Domkapitel zugelassen. Genau drei Jahre später, nach Ablauf der vorgeschriebenen Karenzjahre, wurde B. am 22. November 1738 als Kanoniker mit Sitz und Stimme im Basler Domkapitel aufgenommen. Am 19. April 1760 wurde er Kustos, und am 21. Februar 1761 stieg er zum Archidiakon auf. Am 2. Januar 1776 wurde er Kantor.
Seit 1758 war B. zudem Senior des Wormser Domkapitels. Das Kanonikat zu Worms gab er am 28. Dezember 1783 auf.

Vanja Hug, 31/08/2011

Bibliografie

Catherine Bosshart-Pfluger, Das Basler Domkapitel von seiner Übersiedlung nach Arlesheim bis zur Säkularisation (1678 - 1803), Basel, 1983, S. 188-189