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Chapuis, Gervais (1944-)

Chapuis, Gervais (1944-)

Von Bonfol und Fregiécourt. Geboren am 21. Juli 1944 in Charmoille. Verheiratet, eine Tochter (geb. 1973).
'Prof. Emeritus der ETH Lausanne seit 2009.' Präsident des Jurassischen Instituts der Wissenschaften, Literatur und Künste von 2004 bis 2009.
'Ordentlicher Professor an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Lausanne (1991), dann an der Fakultät für Grundlagenwissenschaft der ETH Lausanne (2003). Physiker und Kristallograph; spezialisiert auf die Forschung über die Struktur verdichteter Materie mittels Röntgenbeugung und numerischer Simulationen. Seine Forschung ist hauptsächlich auf die nicht-periodischen kristallinen Strukturen gerichtet, die um 1970 entdeckt worden sind und das Konzept der kristallinen Architekturen revolutioniert haben.'
Unter seiner Co-Leitung sind die Swiss-Norwegian Beam Lines (SNBL, beam line = Strahlrohr) des europäischen Labors für Synchrotronstrahlung in Grenoble (ESRF) in Funktion gesetzt worden.'
C. absolviert 1962 die Matur Typus C am kantonalen Gymnasium in Pruntrut. Er setzt seine Studien an der ETH Zürich fort (1962-1966), wo er ein Diplom in Kristallographie erwirbt. Er arbeitet anschliessend an der ETH als Assistent (1967-1972) und promoviert 1972 bei Prof. A. Niggli. Postdoc-Aufenthalt an der Universität Berkeley (Kalifornien), wo er als Lehrassistent arbeitet und unter der Leitung von Professor D. H. Templeton Forschungen im Bereich der Kristallographie durchführt (1972-1975). Von 1975 bis 1979 ist er Oberassistent, anschliessend von 1979 bis 1983 Assistenzprofessor an der Universität Lausanne. In dieser Zeit arbeitet er im Sommer 1980 und 1983 im Lawrence Berkeley Laboratory und im Labor für Synchrotronstrahlung in Stanford. Anschliessend wird er zum ausserordentlichen Professor ernannt (1983-1991), dann zum ordentlichen Professor (1991-2003) an der Universität Lausanne. Von 1998 bis 2003 leitet er das Zentrum für Mikroanalyse dieser Universität und von 1999 bis 2003 das Institut für Kristallographie. Von 2003 bis zu seiner Emeritierung 2009 ist er ordentlicher Professor und Leiter des Labors für Kristallographie der ETH Lausanne.
'C. ist Autor von mehr als 230 wissenschaftlichen Publikationen, die in internationalen Periodika für Physik, Chemie, Werkstofftechnologie und Kristallographie erschienen sind. Koautor zweier Werke über Kristallographie (das eine in Französisch, das andere in Englisch).'
Gastprofessor an den Universitäten Sendai (Japan, 1997) und Rennes (Sommer 2008).'Honorarprofessor der Universität Lausanne (seit 2003).'
Präsident der Kommission für aperiodische Kristalle der internationalen Union für Kristallographie (IUCr, 1993-1999). Präsident der Abteilung für Physik der Universität Lausanne (1995-1999). Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Kristallographie (1996-1999). Präsident des schweizerischen Steuerungskomitees der SNBL am europäischen Labor für Synchrotronstrahlung in Grenoble (seit 2000). Präsident des Schweizerischen Nationalkomitees der internationalen Union für Kristallographie (2000-2006). '
Mitglied der Jury zur Verleihung des Brunner-Preises 1981. Mitglied diverser schweizerischer und ausländischer Jurys zur Erlangung des Doktorgrades in Physik. Präsident der Habilitationsjury, Ecole Centrale, Paris (1996).
'Ehrenmitglied der italienischen Vereinigung für Gemmologie.'
Ratspräsident des Swiss Center for Scientific Computing (SCSC) in Manno (1990-1999). Mitherausgeber der Zeitschrift Acta Crystallographica (seit 2000). Vizepräsident der Stiftung SWITCH (Schweizerisches Hochschulnetzwerk für Teleinformatik, seit 2000). Präsident der Physik-Doktorschule der westschweizer Universitäten (2006-2008). Hauptherausgeber des Onlinewörterbuches der internationalen Union für Kristallographie (seit 2009). Vizepräsident der Informatikkommission der Schweizerischen Universitätskonferenz (1991-2000). Arbeitsgruppenpräsident im Rahmen dieser Konferenz.

Emma Chatelain, 24/02/2009
Übersetzung: Vanja Hug, 7/07/2011

Bibliografie

Von Gervais Chapuis mitgeteilte Informationen.
www.personnes.epfl.ch/gervais.chapuis (23.2.2009)