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TransJurassische Konferenz

Die TransJurassische Konferenz (Conférence TransJurassienne) CTJ entstand am 12. Oktober 2001 als Nachfolgeorganisation der Arbeitsgemeinschaft Jura (Communauté de travail du Jura). Am 1. Juli 2002 wurde das neue, entsprechende Reglement unterzeichnet. In der Folge haben sich der CTJ neue Partner angegliedert: Der französische Staat nimmt seither offiziell Einsitz (vertreten durch die Departements-Präfekte). Zur CTJ gehören seither, neben dem Conseil régional de Franche-Comté (Regionalrat der Franche-Comté), auch die Region Franche-Comté und deren Departemente Doubs, Jura, Haute-Saône und Territoire de Belfort sowie deren Generalräte. Auf französischer Seite sind zudem die Bürgermeister- und Gemeindeverbände Mitglieder der CTJ. Auf Schweizer Seite blieben nach wie vor die vier Kantone Bern, Waadt, Neuenburg und Jura Mitglieder.
Die Eidgenossenschaft ist dieser Organisation ebenfalls angegliedert, jedoch nicht als Vollmitglied, sondern nur mit einem Beobachterstatus ausgestattet, denn die grenzüberschreitende interregionale Zusammenarbeit fällt in die Kompetenz der Kantone. Zweck der CTJ ist die grenzüberschreitende Absprache und Koordination und sie verfolgt das Ziel einer einheitlichen Entwicklungsförderung im französisch-schweizerischen Jurabogen. Neben seinen eigentlichen Aufgaben ist das schweizerische Sekretariat der CTJ zudem von der Eidgenossenschaft mit der Verwaltung der Mittel von Interreg III und IV im Jurabogen beauftragt.
Das Interreg-Programm ist ein EU-Projekt, das die Entwicklung innerer und äusserer Grenzregionen der Europäischen Union fördert und der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Wege bahnt. Die Finanzierungsmittel können sowohl private wie öffentliche Träger von grenzübergreifenden Projekten in Anspruch nehmen. 2005 hat die CTJ das Observatoire Statistique Transfrontalier de l'Arc Jurassien OSTAJ eingerichtet, eine Institution, die vergleichbare statistische Beobachtungsstudien zwischen den französischen und schweizerischen Regionen ermöglicht und durchführt. An diesem Projekt sind die vier Mitgliederkantone der CTJ, die Universität Neuenburg und das französische INSEE beteiligt.
2006 beschloss der Rat der CTJ auf Antrag der Geschäftsstelle, die Aktivitäten der Organisation auf vier Hauptpunkte zu konzentrieren: Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplätze; Berufsbildung, insbesondere im Sozial- und Gesundheitsbereich; Verkehr und Erschliessung; Sicherheit.


 


Die CTJ umfasst folgende Organe:


- Die Geschäftsstelle (Bureau) ist verantwortlich für die Umsetzung der Kommissionsbeschlüsse, die Weiterverfolgung der Vorstösse des Rates und die Geschäftsführung. Sie übernimmt auch repräsentative Aufgaben. Die Geschäftsstelle setzt sich zusammen aus einem/einer Regierungsrat/-rätin als Vertreter/in der beteiligten Schweizer Kantone (Präsident/in der CTJ-Suisse, bzw. von archjurassien.ch), des/der Vertreters/-in der Region Franche-Comté (Präfekt/in) und des/der Präsidenten/-in des Regionalrates der Franche-Comté – alle drei sind sie Kopräsidenten/-innen der CTJ.


- Die Kommission (Commission) zählt 26 Mitglieder, 13 aus jedem Land. Sie ist das beschliessende Organ, definiert die Richtung und koordiniert die Vorgehensweise der CTJ, zudem befindet sie über die Vorstösse des Rates. Alle institutionellen Partner der CTJ sind in ihr vertreten: die Kantone Bern, Waadt, Neuenburg und Jura; Region und Departemente, Bürgermeister- und Gemeindeverbände der Franche-Comté.


- Der Rat (Conseil) zählt 90 Abgeordnete, 45 pro Land. Er ist das beratende Organ der CTJ und Ort der Verständigung untereinander, wo die Programme ausgearbeitet werden. Der Rat wird von der Kommission zu den Projekten angehört. In ihm sind die wichtigsten öffentlichen Institutionen, Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppen des Jurabogens vertreten.


- Das Generalsekretariat (Secrétariat général) ist für die administrativen Aufgaben zuständig. Das Generalsekretariat der CTJ-Suisse (neu: arcjurassien.ch) befindet sich in La Chaux-de-Fonds.


 


Von der CTJ herausgegebene Publikationen:


- Bruno Fallet et Martin Schuler, Atlas jurassien : appui à la coopération transfrontalière, Saint-Martin-d'Hères : Cemagref ; Lausanne : Ecole polytechnique fédérale de Lausanne, 1996, 166 p.


- Jean-Claude Daumas et Laurent Tissot (dir.), L'Arc jurassien : histoire d'un espace transfrontalier, Vesoul : Ed. Maé-Erti ; Yens-sur-Morges : Cabédita, 2004, 293 p.

Philippe Hebeisen et Emma Chatelain, 6/10/2008
Übersetzung: Kiki Lutz, 28/05/2010
Letzte Aktualisierung: 11/11/2013

Archivbestände

Mémoires d'Ici (Saint-Imier), Dossier documentation "Conférence transjurassienne"

Bibliografie

Yves Petermann, « Communauté de travail du Jura », in Bernard Prongué (dir.), Le canton du Jura de A à Z, Porrentruy, 1991, pp. 87-88


Mireille Gasser, « Quel avenir pour la coopération transfrontalière ? L’exemple de la Communauté de Travail du Jura », in Bulletin de la Société neuchâteloise de géographie, 44, 2000, pp. 49-64
www.be.ch (Mitteilungen vom 6.6.2002 ; 19.10.2006)
www.jura.ch (Mitteilungen vom 11.11.2003 ; 7.6.2005 ; 9.1.2007)
www.ostaj.org (13.10.2009)
www.arcjurassien.ch/missions/partenariat-ctj/(13.10.2009)
www.franche-comte.fr/fr/politiques-regionales/europe-et-international/cooperations/index.html (22.7.2008)
Rapport du Conseil d’Etat au Grand Conseil (30 janvier 2002)
Historique sur le site de l’Administration fédérale (11.8.2008)
Convention du 1er juillet 2002 «Conférence TransJurassienne (C.T.J.) », ethnographiques.org (am 11.8.2008)
www.espaces-transfrontaliers.org/affiche_projet.php?affiche=projet/proj_ctj.html (11.8.2008)

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