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Martinet (Hammerschmiede) von Corcelles

Im 18. Jh. ' oder sogar schon früher ' wurde in Corcelles eine Schmiede erbaut. Der letzte dort tätige Schmied, Albin Ankli, verstarb 1945. Die Schmiede blieb vorläufig im Besitz der Familie. 1946 erweckte die Schmiede mit ihrem Hammerwerk (Martinet) das Interesse der Heimatschutzkommission Association pour la Défense des Intérêts du Jura ADIJ, die damals unter der Leitung von Jean Criste das Eigentumsrecht erwarb. In der Folge bemühte sich die Kommission, die nötigen Gelder für die Restauration der Anlage zu beschaffen. Der entscheidende Schritt geschah bei einem Treffen zwischen Gottfried Barth, Schmied und Schlosser aus Moutier, und der Filmemacherin Lucienne Lanaz, die vorschlug, einen Film über die Restaurationsarbeiten zu drehen. Durch den Film (La Forge, Dokumentarfilm, 34 Min.) konnten die nötigen Gelder aufgetrieben und die Arbeiten 1979 abgeschlossen werden.
Nach 1985 wurde das Wohnhaus nicht mehr bewohnt und die Schmiede neuerdings verlassen. 1987 wurde die von Denis Rossé präsidierte Fondation pour le Martinet de Corcelles (Stiftung für die Hammerschmiede von Corcelles) gegründet. Der Stiftung gehörten Vertreter der Gemeinde Corcelles, der ADIJ, der Chambre d'économie publique du Jura bernois CEP (Wirtschaftskammer des Berner Juras), der regionalen Sektion des Schweizer Heimatschutzes und der Familie Ankli an. Nachdem die Stiftung das Gebäude mit allen Betriebsanlagen gekauft hatte, führte sie während sechs Jahren Renovationsarbeiten durch. Am 24. September 1993 konnte schliesslich ' mit einem zusätzlichen Ausstellungs- und einem Begegnungsraum im ausgebauten Dachstock und in einem angrenzenden Raum ' das kleine Museum zum Thema der Eisenverarbeitung eröffnet werden.

Emma Chatelain, 24/07/2008
Übersetzung: Kiki Lutz, 29/02/2012
Letzte Aktualisierung: 11/03/2012

Archivbestände

Mémoires d'Ici (Saint-Imier), Dokumentation « Corcelles »

Link: http://www.museesbeju.ch/