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Ensemble Vocal d'Erguël

Das Ensemble Vocal d’Erguël (EVE) wurde 1974 von Maurice Baumann, dem damaligen Pfarrer von Saint-Imier, gegründet. Baumann blieb bis 1992 Leiter des Ensembles und wurde dann von Philippe Krüttli abgelöst.
Der Chor pflegt ein sehr vielseitiges Repertoire, das von der Renaissance über Barock, Klassik und Romantik bis zu zeitgenössischen Werken reicht.
Das für seine hohe Qualität anerkannte Ensemble wurde 2000 mit der «Fibule d'Alaric» ausgezeichnet, für seinen Beitrag zum kulturellen Leben in der Region. 2008 erhielt EVE einen Anerkennungspreis der kantonalen Berner Musikkommission, welcher zum ersten Mal überhaupt im Bereich Chormusik vergeben wurde.

Das EVE hat zahlreiche Konzerte sowie acht Aufnahmen vorzuweisen, darunter:
2001 Aufnahme des Requiems von Duruflé für die deutsche Plattenfirma Amphion in Zusammenarbeit mit dem Organisten Martin Kasparek
2002 Aufführung der Messe in c-Moll von Mozart zusammen mit dem Sinfonie Orchester Biel zum zehnjährigen Jubiläum des Chorleiters. Die Zusammenarbeit mit dem SOB setzte sich fort: 2003 mit dem Requiem für Mignon von Schumann und der Messe in Es-Dur von Schubert und 2005 mit der Matthäuspassion von Bach.
2004 30-jähriges Jubiläum mit der Messe in h-Moll von Bach in Zusammenarbeit mit dem Capriccio-Barockorchester aus Basel in der Abbatiale de Bellelay
2005 Aufführung der «Sacred Concerts» von Duke Ellington, begleitet von der Dynamic Jazz Band (Aufnahme im Oktober 2006 in La Chaux-de-Fonds)
2006 Aufführung des Requiems von Mozart am Mont-Soleil Open Air Festival
2008 Produktion und Aufführungen des Messiah von Händel mit dem Orchestre Le Moment Baroque in La Chaux-de-Fonds, Moutier und Tramelan
2009 Spezialprogramm zu Ehren Haydns im Frühling und Juni. Teilnahme am Festival «Stand'été» in Moutier mit Les Noces von Strawinsky '
Das Ensemble profiliert sich ebenso mit zeitgenössischer Musik. Am Festival «l'art pour l'Aar» hat es mit der Aufführung von Berner Komponisten teilgenommen und im März 2008 präsentierte es die Uraufführung des Stabat Mater von John Glenesk Mortimer für Chor, Orgel und Geige. Im November 2009 führte es Kompositionen von Claude Rossel, Simon Péguiron und Jacques Henry für Chor, Barockquintett und Jazztrio auf.

Emma Chatelain, 22/10/2009
Übersetzung: Kiki Lutz, 19/11/2012

Bibliografie

Dominique Prongué (Hg.), La Radio Suisse romande et le Jura 1950-2000, Lausanne, 2008, S. 58

Link: http://www.everguel.ch/index.html